Scherben vom Trümmerberg ans Licht gebracht

Im Oktober 2009 schrieb ich: „Der Teufelsberg ist ein Trümmerberg, aufgeschüttet aus dem Schutt der zerbombten Berliner Häuser. Im Sand sind auch heute noch viele Scherben zu finden. Was ließe sich daraus schon wieder alles machen!“

Seit dem sind acht Jahre vergangen. Bei meinen Spaziergängen fand ich inzwischen hunderte Scherben, daraus entstanden zunächst Anhänger und Stoffspielereien.

Vor zwei Wochen dann bekam ich den Kick, das Projekt zu Ende zu bringen. Hin und wieder findet in unserer Wohngegend ein Tag der offenen Gärten statt. Kurzenschlossen meldete ich mich samt Ausstellung an und hatte so ordentlich Druck.

Alte Kreuzstichdecken, der Shibori-Miniquilt, eine gemalte Tischszene von 2008, Spitzdekortasse, Silberdraht, Zweige – alles fügte sich irgendwann zusammen.

Viele Besucher meiner Installation waren erstaunt, was sich so finden lässt. Einige hatten aber selbst auch schon Porzellanstücke im Waldboden erspäht.

Vor ein paar Jahren gab es eine Ausstellung im Berliner Museum der Dinge mit Funden von Berliner Trümmerbergen. Mir war das dort damals ein bisschen zu sakral aufgebaut. Die Stücke lagen auf schwarzen Tischen verteilt, mit Scheinwerfern angestrahlt.

Für meine Sammlung wollte ich gern an das frühere Umfeld der Scherben erinnern, an Wohnungen, Menschen und ihre Räume, Möbel, Tischwäsche.

Das Suchen nach historischen Abfällen ist übrigens nichts besonderes – entlang Londons Themse zum Beispiel gibt es sogar Touren zum Schlickdurchsuchen, sogenanntes Mudlarking.

„Eyes only“ lautet die Devise. Gesammelt werden darf nur, was mit bloßem Auge auf dem Themsestrand zu sehen ist und allein mit den Händen geborgen werden kann.

So habe ich es auch immer gehalten. Ich habe nie gegraben, einfach nur genommen, was mich aus der Erde anblitzte. Die Wildschweine sorgten hin und wieder für frisch durchpflügten Boden.

Aber nun ist das Projekt abgeschlossen. Wie gut, dass die Funde eine neue Heimat gefunden haben, weitere Scherben werde ich wohl nicht sammeln.

Die kleine Ausstellung hat nicht nur das Trümmer-Projekt beflügelt. Vielleicht gibt es hier im Blog eine „Projektsommer“-Serie. Der nächste Teil wäre: Wie macht man ein Paste Up? Stay tuned.

 

Gedenktag

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Draußen an der Schule sind die Flaggen heute auf Halbmast. Die meisten Schüler wissen nicht, warum. Mit dem Begriff Auschwitz können laut einer Umfrage 20 Prozent aller Deutschen unter Dreißig nichts anfangen.

Eva Fahidi, Auschwitz-Überlebende, sagt im Radio: „Es gibt nur ein einziges Ding auf der Erde, das wir nicht noch einmal haben können, wenn wir es verloren haben, das ist das Leben“. Sie sagt auch, es habe sie „entsetzlich erfreut“, dass man sie in den 1980er Jahren als Zeitzeugin wieder nach Deutschland eingeladen hat.

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Damals in den 1980er Jahren sitze ich im Büro der jüdischen Gemeinde meiner Heimatstadt. Der freundliche ältere Rabbi zerrt an einem Stapel großer Papierbögen, ganz unten in einem Büroschrank, begraben unter anderen Akten und Unterlagen. Er legt die handbeschriebenen Blätter auf den Tisch. Es sind die Deportationslisten der bis 1945 abtransportierten Juden. Seit damals bin ich scheinbar die Erste, die hineinschauen will.

Ich bin Schülerin und recherchiere das Schicksal der jüdischen Familien in dem Ort, in dem ich lebe. In dem auch meine Eltern, Großeltern und Urgroßeltern schon gelebt haben. Die Älteren wissen noch ganz genau, welche Geschäfte jüdisch waren, wer wo gewohnt hat – irgendwann waren sie nicht mehr da. Wo sind sie geblieben? Die Jüngeren, die Generation meiner Eltern, sind erstaunt, dass sie sich diese Frage noch nicht gestellt haben. Auch mein Geschichtslehrer, bärtiger 68er, ist verwundert, als ich ihm meine Projektidee präsentiere. Selbstverständlich darf ich das für den Leistungskurs erforschen.  Ich habe Glück. Es ist noch nicht lange her, da galt das „schreckliche Mädchen“ in Passau als Nestbeschmutzerin, weil sie in der Vergangenheit herumstocherte.

Über Monate interviewe ich Zeitzeugen, schaue Fotoalben an, durchforste die Adressbücher und Akten im Staatsarchiv, suche auf dem jüdischen Friedhof. Internet, Computer, Digitalkameras gibt es noch lange nicht. Zum Schluss sitze ich im Büro des Rabbis vor den Deportationslisten. Es wird klar: Diejenigen, die nicht rechtzeitig emigrieren konnten, sind alle tot. Bis auf eine Tochter, Rosa, sie hat das Lager überlebt. Später schreibe ihr in die USA, aber es kommt keine Antwort.

Der Rabbi hat andere Sorgen. Er fragt, ob ich nicht mitmachen möchte in der Gemeinde. Er braucht Nachwuchs.

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Was ich herausgefunden habe, schreibe ich mit der Schreibmaschine auf. Es erscheint noch ein Artikel in der Lokalzeitung, irgendwann richtet der AntifFa-Arbeitskreis einen Stadtrundgang zu dem Thema ein. Da bin ich längst weg. Andere nehmen sich der Sache an. Heute gibt es Stolpersteine und sogar ein Buch.

Und es gibt wieder Jugendliche, die lernen sollen, was damals geschehen ist. Dabei ist es inzwischen gar nicht mehr möglich, so wie zu meiner Schulzeit ins Detail zu gehen. Die Welt ist viel größer geworden, wir müssen so viel mehr Weltwissen beachten. Neue Länder, neue Fronten, neue Kriege, neue Verbrechen. In der Klasse meiner Tochter sitzen Kinder vieler Nationalitäten und vieler Religionen, Christen, Juden, Muslime. Jede Herkunft, jede Kultur hat ihre eigene Geschichte. Gerade sprechen sie viel über den Islam.

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Ich kann verstehen, wenn Jugendliche zwar vom Holocaust wissen aber mit dem Namen „Auschwitz“ nichts anfangen können und ich werfe das auch den Eltern und Lehrern nicht als Versagen vor. Für die ältere Generation ist das sicher schwer zu akzeptieren. Meine Tochter hat viel gelesen, wir haben geredet, Museen und Mahnmale besucht. Sie versteht das alles, aber es ist so unendlich weit weg und fremd, nicht real. So fern, wie einem die Zeit der Urgroßeltern eben ist. Wir haben damals alle „Nacht und Nebel“ in der Schule gesehen. Ich weiß nicht, ob dieser Film noch auf dem Lehrplan steht.

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Für mich bleibt das Thema emotional schwierig, gerade an Tagen wie heute. In den letzten Jahre bin ich regelmäßig zum Gleis 17 gegangen, einem Mahnmal hier in Berlin beim Bahnhof Grunewald, von wo damals viele Deportationen ausgingen.

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Über die Jahreszeiten habe ich dort Pflanzenteile gesammelt und sie aus Textilien nachgearbeitet.  Vielleicht blühte damals im Mai 1942 auch der Löwenzahn, vielleicht lagen schon im Herbst 1944 bunte Ahornblätter auf den nassen Gleisen.

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Daraus ist eine Installation geworden, die ich im letzten Jahr dann ausgestellt habe.  Die Jahre vorher sind in Internetnotizen festgehalten: What Remains. Meine Gefühle zu der Aktion bleiben ambivalent. Darf ich das überhaupt?

Konservieren hat etwas Unbarmherziges. Vielleicht ist auch das große Vergessen nichts als ein würdevolles Aufheben, wo sonst grausames Aufbewahren stattfindet.
K. Hagena

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Bei meiner Tochter in der Schule lesen sie gerade „Krieg: Stell dir vor, er wäre hier“ von Janne Teller. Ein kleines Büchlein, in dem die Kinder sich vorstellen können, sie seien im eigenen Land verfolgt. Deutschland ist eine faschistische Diktatur, Europa im Krieg. Sie müssen versuchen, sich in eine fremde Kultur zu retten, in der sie nicht willkommen sind. Ein sehr gutes kleine Buch, das ich allen Jugendlichen und Eltern empfehlen kann. Es hilft im Moment vielleicht mehr dafür dass „so etwas“ nicht noch einmal passieren kann, als zusätzliche Geschichtsstunden.  In der Sporthalle neben der Schule mit den Halbmast-Flaggen sind seit Dezember 200 Flüchtlinge untergebracht. Das gutbürgerliche Wohngebiet drumherum hat alle willkomen geheißen, der betreuende ASB war von der Hilfsbereitschaft der Anwohner überwältigt.

P.S.
Heute abend werde ich mir im Radio das Gedenkkonzert aus der Philharmonie anhören, in dem auch Geigen der Ermordeten erklingen werden. Die Hoffnung:

Wenn ihr Klang überlebt, sind auch die Seelen derjenigen nicht vergessen, die sie einst gespielt haben.

 

Echt und Falsch XII

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Draußen die Blätter haben mich zu weiteren Blattpaaren inspiriert. Rechts echt, links aus Stoff, Faden und Farbe. (Oder ist es umgekehrt?)

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Die echten Blätter werden im Lauf der Zeit verschrumpeln.  Das Blattpaar vom letzten Jahr

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sieht jetzt so aus:

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Auf Wunsch außerdem noch das gestickte Skizzentuch vom letzten Eintrag in etwas größeren Bildern.

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Ich habe ziemliche Probleme, das Ganze gut zu fotografieren.

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Mir gefiel  das fertige Stück dann am Ende doch. Bloß sind mir solche freien Maschinenstickereien gerade ein bisschen über. Es gibt diese Optik inzwischen so oft – jedenfalls wenn man  zu viel im Netz herumschaut.

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Das Gartenjahr und anderes

Nach sechs Jahren endlich beendet:  Die „Monatsblumen“ aus einem Blogger-Projekt 2009.  Wer damals dabei war, kann sich vielleicht noch daran erinnern.

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Von April bis Oktober 2009 hatte ich jeden Monat die Blumen in unserem Garten aus Stoff und Garn nachgebildet.  Vor Kurzem gab ich mir einen Ruck und fügte zum einen die noch fehlenden Märzblumen hinzu – Krokus, Schlüsselblume und Zilla, siehe oben.  Zum anderen nähte ich einen Wandbehang mit Passepartouts aus Stoff.

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Die Blumenquadrate halten sich darin von allein, und können auch ausgewechselt werden. Das Ganze habe ich Gartenjahr/Blumenbad genannt.

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In der Mitte badet nämlich Kapitän Daworin Madirankowitsch in seinem von Kacheln mit Pflanzenmotiven umgebenen Duftbad.  Eine Szene aus meinem Lieblingskinderbuch „Die Glücklichen Inseln hinter dem Winde“ von James Krüss. Das kennt man aber heute eigentlich nicht mehr.

Mir wurde beim Zusammenstellen der Quadrate klar, dass das monatliche Blumenprojekt der Vorläufer war für meine Echt/Falsch-Versuche. Danke dafür  an unsere Bloggerrunde von 2009!

Was ich nicht wusste, als ich das Projekt begann: Solche plastischen Stickereien und Applikationen nennt man im englischen Raum „Stumpwork“.  Hier ein paar Beispiele von Stumpwork bei Pinterest.  In England war Stumpwork, bzw damals „raised work“,  besonders im  17. Jahrhundert verbreitet. Es gibt jede Menge Bücher mit Anleitungen für Stumpwork heute. Hauptsächlich geht es um Blumen, aber es gibt auch Stumpwork mit Insekten, Kuchen oder Körperteilen. Auf englisch, französisch, japanisch findet man einiges dazu – nur in Deutschland scheint die Technik nicht so bekannt zu sein.

Dabei gab es plastische Stickereien auch in unseren Breiten schon seit dem 15. Jahrhundert.  Hier eine Bischofsmütze aus Würzburg mit Reliefstickerei, ca. 1637:

Anonymus, Domschatz Würzburg, Mitra, um 1637  Quelle

Wenn ich jetzt Zeit hätte, würde ich das auswalzen. Aber keine Sorge, Mai ist ja der Monat der Hochzeiten, sonstigen Familienfeiern und der Berlinbesucher, die sich einquartieren. Einen Teil meiner Aufmerksamkeit brauche ich außerdem für das Online-Spiel „Hay Day“, bei dem man eine virtuelle Farm betreibt. Ich wurde vor ein paar Tagen angefixt (ja A, du und T waren es! Schande!) und bin nun so weit, dass ich auf meinem Hof auch einen Webstuhl haben darf.

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Dieses Gerät ist zwischen den ansonsten in im Spiel angebotenen Hamburger- Muffins- und Popcornöfen schon bemerkenswert. Da sehe ich mal darüber hinweg, dass aus dem roten Stoff am Ende wundersamerweise weiße Pullover und Mützen entstehen. Diese „Webstücke“ kann man mit selbst angebautem Indigo auch blau färben. Die Wolle fürs Weben kommt von Schafen, die man füttern und scheren muss.

Oh ich sehe gerade, die Schafe haben Hunger, also tschüß, bis bald!

 

Geschafft: From a Far Away Place

Mission erfüllt: Ein Kleidungsstück nähen, das von einer fremden Kultur inspiriert ist.

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„Du siehst aus wie ein Araber“ war der Kommentar, als ich gestern morgen in die Küche kam. Ja genau! Das war der Sinn der Sache.   „From a far away place“ hieß schließlich das Thema der Aktion „Nix für Lemminge„.  Bei mir sollte es ein Hausmantel sein, ähnlich einem Kaftan. (Die Vorgeschichte hier Teil 1, Teil 2, Teil 3).

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Zugeschnitten war ja eigentlich schon ein  dunkelblauer Stoff. Zum Glück fiel mir noch rechtzeitig ein, ihn vor dem Nähen zu waschen. Und prompt verlor er in der Maschine seinen ganzen feinen Glanz. (Irgendwie habe ich kein Händchen für die Stoffe auf dem Maybachmarkt). Mein Kaftan hätte ausgesehen wie ein Hausmeisterkittel. Also disponierte ich um und opferte einen handgewebten Baumwollstoff aus Indien.  Für das Futter fand ich  einen cremefarbenen weichen Baumwollstoff (Vorhang aus unseren alten Wohnung).  Der Mantel ist durchgehend wattiert und rundum gepaspelt. Das Paspelband ist selbstgemacht, aber nächstes Mal kaufe ich es, wenn ich dazu komme.

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Die Troddel ist nach diesem Prinzip geknotet. Verschluss mit einem bezogenen Druckknopf.  (Für ein Mal hat es sich gelohnt, dass ich immer diese ganzen Pseudo-Edel-Ersatzknöpfe von gekauften Kleidungsstücken aufhebe).

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Fazit: Es war viel Arbeit und viel Gestückel (der handgewebte Stoff lag nur sehr schmal). Aber ich habe so ziemlich den perfekten Hausmantel für mich. Sehr warm, sehr kuschelig, ausreichend angezogen. Beim Zeitungholen im Morgenrock präsentierte ich mich auch schon dem Schulverkehr-Stau vor unserem Haus.

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Ja, die Mühe hat sich auf jeden Fall gelohnt. Ursprünglich wollte ich ja gern viel mehr verzieren und auch quilten, aber nun soll es genau so bleiben.

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  • Schnitt: frei nach Vogue 1981
  • Außenstoff: 2 Meter handgewebte Baumwolle aus Indien von Siebenblau
  • Wattierung: Dünnes Vlies (Baumwolle?) von Frau Tulpe
  • Futter: Dünne weiche Baumwolle

Kurz vorher hatte ich noch eine Zeichnung für mich persönlich geschenkt bekommen.

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Verblüffend ähnlich, oder? Obwohl die Visionärin gar nicht wissen konnte, was ich machen werde.  My personal Guru, thank you.

Noch mehr  von der Ferne inspirierte Kleidungsstücke könnt ihr später  bei MamaMachtSachen  finden. Ich bin gespannt, welche Werke es bis ins Finale geschafft haben. Die große Robe konnte ich nicht beisteuern, aber zumindest habe ich nun einen Plan umgesetzt, den ich schon so lange im Kopf hatte.  Das war ein toller Ansporn.

Viel Spaß und vielen Dank!

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Balzac in einem Brief von 1838:

„Ich fand den Kameraden George Sand im Morgenrock, wie sie in der Kaminecke … nach dem Abendessen eine Zigarre rauchte. Sie trug hübsche gelbe, mit Fransen verzierte Pantoffeln, reizende  Strümpfe und eine rote Hose… Körperlich betrachtet hat sie ihr Kinn verdoppelt. Sie hat trotz ihres fürchterlichen Pechs nicht ein einziges weißes Haar; ihr bräunlicher Teint hat sich nicht verändert, ihre schönen Augen sind noch ebenso leuchtend, sie schaut noch immer gleich dumm drein, wenn sie nachdenkt.“

Verpaspelt

Der Endspurt in der Nix-für-Lemminge-Aktion Teil 1  steht bevor. Wenn ich jetzt nicht schnell wieder auf den Projektzug  aufspringe, dann mache ich meinen Mantel niemals fertig.  Wieder ziemlich beweglich, habe ich mir meine Nähteile zusammengesucht. Zugeschnitten war schon alles. Versuchsweise geheftet und anprobiert ergab: Es passt wohl.

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Das wären schöne Bänder, aber davon habe ich nicht genug

Bloß zum endgültigen Zusammennähen kann ich mich nicht entschließen. Und schuld sind die Paspeln.  Eigentlich wollte ich damit dezent im gleichen Blau bleiben, aber nun habe ich im Nähkontor schöne gestreifte Paspeln gefunden.

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So etwas wäre auch gut! Oder lieber alles in Rot? Das wird dann aber schnell Hauptmann von Köpenick.

Leider kann man Paspeln schlecht nachträglich einfügen oder entfernen.

Dabei lassen sich mit solchen Kontrasten tolle Effekte erzielen.

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Viele Maler bedienen sich der magischen Wirkung eines kleinen Streifens in kontrastierender Farbe. Alles leuchtet viel mehr.

Wer in Wolfsburg in der Ausstellung war, hat vielleicht die Kopie des kleinen roten Kasten und der Wollfäden gesehen, mit denen van Gogh Farbwirkungen probierte.

Quelle: Europe in Pictures

Er setzte Linien in Komplementärfarben oft ein.

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Ausschnitt: van Gogh, Stilleben mit Oleander

Was mache ich nun mit meinem Mantelprojekt? Ich muss mich entscheiden. Paspel soll sein, aber blau, gestreift, oder sonstwie? Wahrscheinlich gehe ich auf Nummer sicher und füge eventuelle Kontraste erst nachträglich hinzu.

Die schwarz-weiß gestreifte Paspel ist nun schon in ein Kissen verarbeitet.

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Den Stoff hatte sich ein zwölfjähriges Geburtstagskind im Onlineshop des Nähkontors ausgesucht. Solche Kissen nach Wahl verschenken wir schon ein ganze Weile mit Erfolg. Alle Stoffe und Paspeln (und die Idee mit den Paspeln) aus dem Nähkontor! Vielen Dank!

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Andere Nix-für-Lemminge-Näherinnen sind hier bei MamaMachtSachen zu finden.