Männer und Frauen an der Nadel

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Warum gelten Handarbeiten als weiblich? Dieser Frage gehe ich hier ja nun schon eine ganze Weile nach.  Katja beschäftigt sich bei  Krachbumm auch mit weiblichen Klischeebildern. Sie hat mich gefragt, ob ich für ihre Serie „Alltagsmythen neu im Blick“ einen Gastbeitrag schreiben könne.  Heute findet ihr also bei ihr meinen Zwischenstand „Über die Erfindung der Handarbeit als weiblich„. Lest gern dort weiter!

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Seidensticker, Mann und Frau

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Teppichmacher, Mann und Frau

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Kleidermacher, Mann und Frau

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Tuchmacher, Mann und Frau

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Schneiderwerkstätten der Endetappe Olten - CH-BAR - 3238223.tif1914-18
Schneiderwerkstätten der Endetappe Olten – CH-BAR – 3238223“ von Schweizerisches Bundesarchiv, CC BY-SA 3.0 ch über Wikim.

Schneiderwerkstätten der Endetappe Olten - CH-BAR - 3238219.tif1914-18
Schneiderwerkstätten der Endetappe Olten“ Schweizerisches Bundesarchiv, Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 ch über Wikim.

Die Armeeschneiderwerkstätte in Bern - CH-BAR - 3238724.tif
1914-18 „Die Armeeschneiderwerkstätte in Bern“ von Schweizerisches Bundesarchiv,  Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 ch über Wikim.

Ich gebe zu, beim letzten Bild sind die Männer bloß die Aufseher, aber das sind tolle Fotos aus der Schweiz, oder.

Soweit diese kleine Illustration zum Thema Handarbeit, Männer, Frauen. Weiter geht es bei Krachbumm.

5 Gedanken zu “Männer und Frauen an der Nadel

  1. Liebe Suschna, im Stammbaum der Familie meines Mannes bin ich immer wieder auf den Beruf des „Strumpfstrickers oder Strumpfwirkers“ gestoßen. Dazu habe ich folgenden link gefunden, der Dich vielleicht interessiert.

    https://books.google.at/books?id=cTnrFJv3iCsC&pg=PA156&lpg=PA156&dq=strumpfwirkerei+chemnitz&source=bl&ots=7rmEnoSppB&sig=kHYBqWy1HI2N4J6dj5zalRotkfs&hl=en&sa=X&ei=FFBSVbyZFMO8ygPAv4HIDw&ved=0CCIQ6AEwAA#v=onepage&q=strumpfwirkerei%20chemnitz&f=false

    ist recht lang, jedoch das Buch ist sehr interessant es heißt :
    Lohn und Leistung: Lohnformen im Gewerbe, 1450-1900
    By Reinhold Reith

    Mein Urgroßvater war Weber in Österreich, Waldviertel und der Webstuhl nahm, nach Aussage meiner Großmutter 3/4 der Stube ein. Die Kinder mussten oft mit helfen und Spulen wickeln. Dazu erzählte der Vater immer spannende Geschichten um ihnen die Zeit leichter zu machen. Er war wohl trotz der harten Arbeit ein sehr liebevoller Vater. Seine Frau war bei der damaligen Herrschaft als Gärtnerin beschäftigt. Wir können uns ein so schweres Leben kaum vorstellen und ich bin dankbar, dass meine Großmutter mir noch so viel erzählen konnte.
    lg chaotischeordnung

    • Vielen Dank für den Link und die Familienerinnerungen. Hoffentlich sind sie irgendwo aufgeschrieben, denn solche Geschichten werden kaum gesammelt. Wie hart die Arbeit war, das sieht man ja auch, wenn man deine Wollberge sieht – was für ein Aufwand das ist, bis ein Webstück entstanden ist! Gut, dass du noch weißt, wie das geht.

      • Deine Seite hat mich dazu inspiriert die Geschichten, die ich von meiner Oma erzählt bekommen hab, aufzuschreiben. ich werde versuchen in meinem Blog, davon zu erzählen. Noch sind es Rohentwürfe, aber ich bin dran. Deine Seite ist mir sehr ans Herz gewachsen und ich freue mich über jeden Post. Danke und weiter forschen, das ist ein schönes Ziel. lg aus dem Wald4tel!

  2. Vielen Dank für diese umfassende Schau. Bei der Recherche zu einem Strickthema bin ich auch drauf gestoßen, dass als dieses Handwerk noch Prestige hatte und man der Leibsticker eines Herzogs oder Königs werden konnte, Männer Hauptsticker waren und Frauen nur Hilfstätigkeiten ausgeführt haben, weil Männer das angeblich alles besser konnten. Als Stickereien von der Garderobe des Adels verschwanden, haben sich nur noch Frauen im stillen Kämmerlein und zu Aussteuerzwecken damit befasst. Und die Preise für die Ausführugen sanken drastisch, bis hin zu den unwürdigen Arbeitsbedingungen der von zu hause ausgeführten Arbeiten um den ersten WK herum. Spannendes Thema!

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