Stoffmanipulation im Oktober – Larvensammlung

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Larven, Maden, Würmer Raupen, das ist mein Oktoberbeitrag für die Stoffspielerei .  Wobei ich keine Ahnung habe, worin sich die Begriffe unterscheiden und ob sie zum Thema „Insekten“ wirklich passen. Ich habe mich auch extra nicht schlau gemacht. Denn eigentlich wollte ich Fliegen sticken. Aber dann lag da ein Buch mit Stickstichen. Man ahnt nicht, wieviele Stickstiche es gibt, die plötzlich Larven ergeben.

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Einige Würmergrüppchen sind pure Phantasie, andere beruhen aber auch auf wagen Erinnerungen. Mehlwürmer, Fruchtfliegenlarven, Silberfische (?), Nematoden und so etwas.

Ganz bewußt als Traumabewältigung eingearbeitet habe ich die vier Rattenschwanzlarven, die sind nämlich in echt super super eklig. Vor längerer Zeit wurden wir mal Opfer einer Invasion von Rattenschwanzlarven. Millionen kleiner nackter rosa Würmer mit Peitschenschwanz waren unterwegs. Wir klebten die halbe Nacht Türen und Fenster mit Gaffertape ab. Ich zitiere mal Wikipedia: Rattenschwanzlarven werden „bei massenhaftem Auftreten bekämpft, da sie zur Verpuppung das Wasser verlassen und auf der Suche nach einer trockenen Stelle auch in Häuser und Wohnungen eindringen.“  Ich schwöre, es war wie Hitchcocks Vögel, nur eben mit Rattenschwanzlarven.  (Nein, das war nicht in Berlin. Das war in den Pyrenäen, wo viele seltsame Dinge geschehen).

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Das Wurmmusterstück habe ich mit Nessel verstürzt und eine Seite offen gelassen. Dort kann man Karton als Verstärkung hineinschieben und das Muster so auch leicht aufhängen. Oder man fasst das Stück später mal mit anderen Teilen in Buchform zusammen, daher die Stoffleiste auf der linken Seite.

Eigentlich hatte ich erwartet, dass die Stickerei am Ende so richtig eklig aussehen wird , aber ich fürchte, es hat nicht geklappt?

Nun seid ihr bestimmt so gespannt wie ich, wer in diesem Monat noch mitgemacht hat. Ich gehe auf die Suche und liste hier im Laufe des Tages die anderen Blogbeiträge auf. Meldet euch in den Kommentaren, falls ich euch  nicht gefunden habe. Bis später!

Griselda von Machwerk nimmt uns mit an einen thailändischen Strand und zeigt, wie schön Stickerei sein kann, wenn man sie beherrscht.

Frifris liefert uns einen Livebericht: Insektenflügelsticken  trotz Oktobersonne und Schwiegermutterputzen.

Dindin bringt uns ins Reich der Sumerer, tausende Jahre vor Chr.  und setzt ein sumerisches Fabeltier vor eine Bergkulisse.

123-Nadelei ist wohl die Erste in der Runde, die zweifelsfrei ein komplettes Insekt in Aktion geschaffen hat. Halloween kann kommen!

Lucy von Nahtzugabe hat eine Biene mit grässlich glänzenden Augen auf Bienenwaben gesetzt und noch dazu einen japanischen Schmetterling gefaltet.

Lila und Gelb hat sich der Runde noch mit einem schokoladig funkelnden Spiderweb-Kissen angeschlossen.

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Vormerken: Der nächste Termin für die Stoffspielerei ist Sonntag, der 24.11.2013.  Griselda wird ein Thema bestimmen und die Links sammeln.

11 Kommentare

  1. Haha, nur kurz, kommentiere nachher ausführlich: ich finds schon so eklig genug. Ganz besonders die dünnen unten links. Ich finde, du solltest damit ein paar Servietten besticken :)
    Sieht super aus.

  2. Ich bewundere deine Arbeit, doch für mich gibt es auch nix schlimmeres an Insekten als Larven und Maden… Trotzdem befürworte ich sehr Frifirs Vorschlag Servietten zu besticken, hahaha, da muss ich gleich an Lebensmittelmotten denken, die sich einmal bei mir in der gesamten Küche eingenistet haben und auf unserem Tellern rum gekrochen sind…..

  3. Beeindruckend und trotz (oder wegen?) einer gewissen Abstraktion sehr eklig. Man erkennt sofort, was es ist. Allerhöchstens könnte man die Würmer und Larven noch mit Bakterienkulturen unter dem Mikroskop verwechseln, was beinahe genauso ekelig ist. Über Wurmarmeen, die ins Haus eindringen, denke ich lieber gar nicht erst nach. Und über die bis zu 4cm langen Atemrohre, die die Viecher laut Wikipedia haben, erst recht nicht. Ich fand schon die Ohrenkneiferarmee, die sich ein ein paar gefüllten Umzugskartons eingenistet hatten, die nur einmal über Nacht in der Garage standen, eklig genug. In der zweiten Nacht (als die Kartons schon in der neuen Wohnung waren) gingen sie auf Wanderschaft udn waren überall!

  4. Nein, die fleischfarbenen unten rechts sind ekliger. Da ahne ich so Saugnäpfe, die lassen sich nicht einfach so abschütteln.
    Du hast die Teile in Gruppen auftreten lassen, das ist für die Gruselwirkung sehr wichtig. Einen einzelnen Tausendfüßler trage ich behutsam aus dem Haus, aber wenn Krabbelviecher in größeren Gruppen auftreten, dann AMEN.
    (Tolle Geschichte aus Frankreich, btw.)
    Frau Vinken würde jetzt der semantischen Aufladung simpler Stickstiche breite Bedeutung beimessen, ich unterstelle dir einfach, dass du Spaß an der Stickerei hattest :)

  5. Bei dem Gewimmel kommen auch bei mir Assoziationen hoch…, die Larven und Raupen sind mir noch die liebsten, denn die verwandeln sich eines Tages in Schmetterlinge, Käfer, Libellen ;-). Muster-Stickstich-Sammlung mal anders…, für manche bestimmt zum Gruseln… – toll! Lieben Gruß Ghislana

  6. Eine sehr schöne Variation von Stichen! Am meisten gefallen mir die ganz ganz feinen Würmchen unten links. Die sehen sehr echt aus. Die Idee mit dem Karton als Verstärkung auch was. Bin noch am Überlegen wie ich das Finishing mache mit meinem Stück… – Liebe Grüße

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