Stoffspielerei im Dezember: Gequiltete Schrift

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Für unseren Dezembertermin kann ich zwei Kissen zeigen, die ich zu Weihnachten verschenkt habe.  Mit der Maschine  frei auf drei Lagen gestickt: Oben fester weißer Stoff, dann Vlies, unten dünner weißer Stoff. Die Blumen sind aufgeklebte Stoffstückchen,  nachträglich überstickt.

Die Schrift zitiert den Konformationsspruch, den sich mein Patenkind in diesem Jahr ausgesucht hatte:

„Unsere Liebe darf nicht aus leeren Worten bestehen. Es muss wirkliche Liebe sein, die sich in Taten zeigt.“

Gut, die Bibel bietet auch Hilfestellung für die Generation Facebook.

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Eigentlich sollte die Schrift über das gesamte Quadrat gehen. Im Eifer des Stickens wurden die Wörter aber immer kleiner, so dass ein Teil des Kissens frei blieb. Dadurch kommt nun das Plastische schön zur Geltung.

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Ich bin gespannt, ob noch jemand heute trotz der Feiertage dazu kommt,  Dezemberspielereien zu zeigen. Auf jeden Fall wird Lucy von Nahtzugabe dabei sein, denn sie ist  heute Gastgeberin für unsre Aktion „Stoffspielerei“.

Für alle Interessierten, die im Januar Zeit finden mit Stoff etwas Neues zu probieren:  Der nächste Termin ist der 27. Januar 2013. Griselda von Machwerk sammelt dann die Links.

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Zum Jahresende 2012 nutze ich diesen Beitrag auch noch als kleine Sammlung und Fazit zum Thema freies Maschinenstickereien. Meine ersten Versuche liegen nun schon einige Jahre zurück.

Im Laufe der Zeit habe ich mehrere Varianten des Maschinestickens probiert. Für mich klappt es am besten mit dem Stopffuß und versenktem Transporteur.  Der Stoff muss fest sein, oder ich sticke über mehrere Lagen. Selten zeichne ich auf dem Stoff vor, aber ich habe meist  eine Vorlage oder eine Skizze neben der Maschine.

Es macht Spaß und ist für mich wie befreites Zeichnen. Aber beim Betrachten der Bildersammlung wir mir klar,  dass dies doch nicht so ganz mein Spielfeld ist.  Da gibt es so viele andere, die sich in diesem Bereich richtig gut entfalten und spezialisieren – ein anderes Mal liste ich vielleicht meine Lieblingslinks dazu auf.

Insgesamt bin ich froh, dass ich immer noch einen Blog habe und auch in diesem Jahr schwächelnde Phasen überwinden konnte. Danke an alle, die mich ständig zum Weitermachen ermutigen, sei es durch ihre eigenen Blogs, durch Kommentare oder durch reale Begegnungen.  Die Stoffspielerei ist auch so eine Runde, die mich immer wieder motiviert. Ich freue mich auf viele neue Werke im nächsten Jahr!

16 Gedanken zu “Stoffspielerei im Dezember: Gequiltete Schrift

  1. Ich mag deine Stoffstickereien und bei den Kissen mag ich das Plastische besonders gern. Das fühlt sich doch bestimmt toll an.
    Gerade die Kombination mit Stoffstücken ist toll (die gefällt mir auch bei deinem Tassenteppich). Und wie schön, dass du auch die alten Sachen zeigst – da merke ich, wie lange ich bei Dir schon mitlese…

    Mir ist heute morgen beim Frühstück wenigstens endlich eingefallen, was ich für meine Stoffspielerei mache. Jetzt muss ich nur noch mein Kleid vorher fertig machen (ich kann einfach nicht zwei Sachen parallel machen) und eine passende Nadel für die Spielerei finden, denn die muss besonders dünn sein.
    Vielleicht kann ich erst im Neuen Jahr (morgen sind wir nicht da) mein Ergebnis zeigen. (Vor allem, wenn die Kinder sich daran erinnern, dass ich ihnen versprochen habe ihre totgeliebten Stofftiere heute zu flicken.)

    Und bitte, führe deinen blog doch weiter! Ohne Druck, und Schwächeln muss erlaubt sein. Ist ja keine Zwangsarbeit.
    Ganz liebe Grüße, frifris

  2. Du weißt ja, dass ich deine Stickereien sehr mag – und ich finde da gibt es gar keinen Anlass zu ungünstigen Vergleichen. Das fein Gezeichnete mit dunklem Garn, die Abstraktion und die Ironie ist eben „typisch Suschna“.
    Ich freue mich auch auf ein neues Blogjahr mit dir und auf gemeinsame Aktionen.

    vieel Grüße!

  3. Beide Kissen sind wunderschön. Besonders gut macht sich die Schrift und Kissen sind eine gute Möglichkeit, Techniken auszuprobieren. Einen Stopffuß muss ich mir auch noch zulegen, bisher habe ich experimentiert entweder ganz ohne Nähfuß oder mit dem normalen Fuß. Mehr als einzelne Wörter oder einen kurzen Satz habe ich aber noch nicht geschrieben. Machst du auch die Schrift ohne Vorzeichnen?

    LG
    Susanne

    PS: Vielleicht nehme ich mir nächstes Jahr mal die Zeit, bei den Stoffmanipulationen mitzumachen, da ich die Ergebnisse immer sehr spannend finde.

    • Hier habe ich vorgezeichnet, das wäre sonst zu stressig geworden. Aber es war trotzdem ganz schön viel Arbeit, das hatte ich unterschätzt.
      Danke an alle für eure Kommentare. Kommt auch gut ins neue Jahr!

  4. Ja, das ist genau der Reiz- das ist deine ganz eigene Handschrift.
    Die Sachen sind allesamt sehr typisch und durch das freie Arbeiten ohne vorgezeichnete Linien bekommt das den Suschna-Charakter.
    Beide Kissen sind wunderschön und poetisch.
    Farblich.
    Durch den Text.
    Und die Textur.

    Ich wünsch dir alles Gute für 2013!

  5. Schöner Spruch, sehr schöne Kissen. Mit gefällt die „Fluffigkeit“ und Dreidimensionalität durch das Volumenvlies. Und dieses Schreiben / Malen mit der Maschine: beeindruckend, was du in diesem Bereich schon gemacht hast! Ich freu mich immer, hier vorbeizuschauen. Hab ein gutes neues ideenreiches 2013!

  6. Ach, die Kissen sind ja wirklich wunderschön geworden – besonders das Blumenkissen sieht so aus, als würde es ganz zauberhafte Träume schenken. Vielen Dank für die ganzjährig tollen Inspirationen und 1000 gute Wünsche für 2013.

  7. Ich poste hier mal für Kathrin/Annekata, die nicht ins System kommt:

    „Das Kissen wuerde ich zu gerne mal streicheln. Ich finde auch wie Lucy, dass deine Stickereien immer eindeutig deine „Handschrift“ tragen. Vielen Dank auch fuer die Gallerie. Das Voegelchen im Kaefig sieht wirklich traurig aus, es ist schon eine Kunst ein Gefuehl mit der Maschine ausdruecken zu koennen. Bzgl. schwaechelnder Blogphasen….die betrachte ich mittlerweile als Bebruetungszeit (hab ich gerade im Internet gefunden). Ich bin froh, dass es suschna gibt! Und selbst wenn es nur drei Posts im Jahr gaebe, waere es immer noch viel besser, als gar keine Inpiration!
    lg Gruesse aus dem sehr verschneiten upstate NY und einen guten Rutsch!
    Kathrin“

  8. Ich finde es schön, dass Du schwächelnde Phasen immer wieder überwindest, ich lese Deinen Blog sehr gerne!
    Obwohl es auch vollkommen verständlich ist, manchmal zu schwächeln …

    Beim Kissen mit der Schrift gefällt mir besonders die kleiner werdene Schrift und der Leerraum unten.
    Das Blütenkissen ist so wunderbar romantisch, verspielt und hat so etwas Leichtes, Hingehauchtes.
    Und die anderen Beispiele erzählen so schöne Geschichten!!
    Viele Grüsse und einen guten Rutsch,
    Birgit

  9. Poesie und Innerlichkeit,
    das macht Deinen blog so besonders !!!
    Ich freue mich immer hier reinzuschauen.

    Herzliche Grüße,
    guten Rutsch in ein schönes Jahr 2013
    Hala

  10. Ach herrlich und so echt suschna!!!! der beschenkte war doch sicher entzückt. es sind Bilder, botschaften und gebrauchstgegenstönde. dieses Mischung machen deinen dinge für mich ganz einzigartig! Bin ja stolzer Nutzer!
    Tauche erst wieder hier auf und ein, brauchte einfach Abstand, deshalb auch dieses mal ohne Beitrag.
    Ganz herzliche fluffige Grüße
    karen

  11. Stell mal dein Licht nicht zu dunkel: Das, was du maschinenzeichnest ist etwas ganz Besonderes, ganz Suschna und gut.

    Danke übrigens, dass du anfängst, alte Werke/Posts in passenden aktuellen Posts zu verlinken.
    Ich finde es immer schade, wenn es in die Blogtiefen verschwindet.
    Ich habe bei mir manchmal ohne Bild verlinkt, kam mir aber dabei manchmal schon als „Angeberin“ oder Klick-Hascherin vor, dabei war es als Service gedacht.
    So wie bei dir mit Bild gefällt es mir noch viel besser.
    Auch wenn es Arbeit macht, hoffe ich, dass die Idee aufgegriffen wird.

    Herzliche Grüße in das neue Jahr
    Tally

  12. Pingback: Stoffspielerei im Mai: Spruchtuch für den Rechner | Textile Geschichten

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