Wohin

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Mit dem Malen auf dem Tablet geht es weiter. Inzwischen bin ich von  Fresco nun zur App „Line Brush“ übergewechselt. Viel besser. Es gibt sogar Bambuspinsel.

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Vorhin war eine zeichnende Freundin da, deren Skepsis sich nach dem ersten Probieren gleich in Luft auflöste. Macht süchtig.

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Ein TV-Tipp: Das kommende Fashionweekend bei Arte, 2. und 3. März.  KunstundKleider hat mich auf die Beiträge zu René Gruau und Hugo Boss (mit Weltkriegs-Textilgeschichte) hingewiesen. Ich kann auch noch die Dokumentation über Karl Lagerfelds Leben empfehlen, ein wahrer Blick hinter die Kulissen (soweit Monsieur das zulässt).

Wie immer wird dann alles noch für eine Woche unter arte+7 zu sehen sein. So im Moment die Interviews mit den Malern Jonas Burgert  und Pierre Soulages .

Einem anderen weisen alten Herrn habe ich auf  Youtube zugehört – Chuck Close mit seiner „Notiz an sich selbst„.  Meine Lieblingssätze von ihm:

„Inspiration is for amateurs. The rest of us just show up and get to work. Every great idea I’ve had grew out of work itself.“

„Sign on to a process and see where it takes you. You don’t have to invent the wheel everyday. Today you’ll do what you did yesterday; tomorrow you’ll do what you did today. Eventually you will get somewhere.“

Zusammengefasst: Weniger nach Inspiration suchen und mehr machen. Nur der Prozess bringt weiter. Bei den Stoffspielereien taucht dieses Motiv ja auch immer wieder auf. Aus dem Machen entsteht etwas, und oft etwas anderes, als gedacht. Wobei ich glaube, dass dazu auch noch die Terminsetzung und die Gemeinsamkeit gehört – ohne Ziel und ganz allein kann man sich im Tun auch verlieren.

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13 Gedanken zu “Wohin

  1. Die Bilder sind toll! Zu schade, dass man sie nur im Elektro-Rahmen ann die Wand hängen könnte. Wie praktisch wäre es, man könnte auf diese Weise auch patchworken – ohne kostbare Stoffreste zu zerschneiden.

  2. Und wenn du 40 „Voll“ hast hätte ich gern von allen Skizzen ein Buch, binden würde ich ja noch glatt selbst, tut mir leid, ich bin sicher papaierafin.
    denn bisher sah ich meist Dinge, die eben auch nach Computer aussehen, das ist hier nicht der Fall. Oft frei geichneter Strich und später am Tablett coloriert. Aber da sind wir wieder beim Thema, erst jenes und dann dieses.
    Ich komme nachher mal vorbei und versuch auch mal. : )

    Friseesalat in einem Hedwig-Bollhagen-Krug?

    • Du mit den Zahlen. 6 und 40. Aber das ist gar keine schlechte Idee. Deine Aufgaben erfüllen und so lange den Blog liegen lassen. Kommt gerade recht.
      Frisee wäre auch nicht schlecht, waren aber eigentlich so eine Art kleine Hortensienblüten. Bollhagen, jawohl. Geburtstagsgeschenk.

      • Zahlen – du hast recht, dabei bin ich kein Zahlenmensch,aber vielleicht hilft mir das selber Ziele zu setzen, um Dinge zu schaffen, sonst verzettelt man sich zu leicht.

  3. Mit deiner Zusammenfassung triffst du einen Nerv bei mir. Ja, es ist für mich wenig nachhaltig zufriedenstellend, stundenlang Pinterest zu durchsurfen. Aber es mal siegt das Aufraffen zum konkreten Tun, mal das Liegenbleiben und Herumklicken :-) Ein weiteres Problem bei den ganzen Inspirationen ist, dass sie latent unzufrieden machen – nie reicht die Zeit, all diese Ideen umzusetzen, die sich da laut rufend ins Bastelzimmer drängen. Danke fürs zeigen deiner digitalen Werke. Ich mal auch ab und zu mal auf dem Tablett, v.a. im Zug – hab mal was online gestellt.

    • Ja, das Thema kommt bei mir auch immer wieder auf und jetzt ist glaube ich wieder so ein Punkt, wo ich mir Pinterest und Co verbieten muss. Wobei das Interessante da ja ist, dass sich dieser Bildersumpf immer mehr angleicht, wenn man mal in seiner „Geschmackslinie“ gelandet ist. Fast alles beruht auf englischsprachigen Quellen. Der Rest der Welt fehlt in dieser Bilderwelt, aber das ist gut! denke ich. Es gibt noch so unendlich viel mehr im Verborgenen, für mich beruhigend.

  4. oh ja, ich zeichne sehr gern mit meinem wacom tablett in painter. was die inspiration angeht, stimme ich zu. ab einem gewissen grad macht mich das dann auch unzufrieden, wenn ich zuviel sehe. gerade wenn ich neue projekte angehe, können zu viele eindrücke auch erschlagen. man möchte vielleicht selber entwicklungsschritte durchleben und zum eigenen ziel kommen. was schwer ist, wenn ich schon vollgeparkt bin mit »fremden« zielen und werken.

    antwort von drübern: als ich den kurs begann, hatte ich kein fertiges konzept. in jeder stunde habe ich was neues dazugelernt, im umgang mit den kindern und habe es angepasst. das reduzieren ist wirklich sehr wichtig. das zeichenen aus dem kopf zum beispiel hat gar nicht geklappt. die erfahrung musste ich machen. die kinder haben sehr unterschiedliche entwicklungsstände. das zeichnen von stillleben ist ein guter ansatz, da es jedes kind da abholt wo es ist.

    liebe grüße . tabea

  5. Pingback: Colorierungsversuch – selbst ist die Frau mit der App | Textile Geschichten

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