Stoffspielerei im Januar: Lampensmok

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Für die Gemeinschaftsaktion „Stoffspielerei“ habe ich diesmal einen Lampenschirm mit alter Bettwäsche in Smok-Optik verziert.  Plissierte Lampenschirme habe ich vor allem in Frankreich schon oft bewundert.

Aus den Fotos ist hoffentlich ein bisschen ersichtlich, wie die Faltungen entstanden sind.

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Ein langes Stück Streifenstoff in Kellerfalten legen und oben, in der Mitte und unten festnähen. (Gleich in das Nähfüßchen hineinfalten, so wie hier beim Streifenkissen). Bügeln, dann dazwischen die Kellerfalten wieder hochnehmen und in entgegengesetzter Richtung festnähen. Wegen der konischen Form des Schirms muss man nach unten hin mehr Raum lassen, und das ist dann eine nervige Bastelei, wenn man (wie ich) vorher keinen genauen Plan hat. Besser ist es, wenn man erst genau misst und rechnet und die entgegengesetzten Faltungen schön verteilt. Außerdem wäre es viel eleganter, die Raffungen nur mit der Hand punktuell vorzunehmen, das dauert aber natürlich auch länger.

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Das ganze ergibt seitlich geschlossen eine Art Husse, oben mit einem Streifen versäubert und unten mit einem Tunnelzug. Vorteil: Man kann diese Husse abnehmen und waschen. Nachteil: Straffes Spannen ist nicht möglich, es bleibt ein beuliger Anblick.

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Im Dunkeln gefällt mir der erleuchtete Schirm gut. Weniger schön ist der Anblick bei Tage, aber das ist ohnehin so ein Problem bei Lampenschirmen.

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Zum Abschluss der Lampenschirm in einer Zeitschrift, der mich inspiriert hatte. Fürs Nachmachen ist da noch viel Luft nach oben…

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Ich bin gespannt auf weitere Stoffspielereien aus dem Januar. Griselda von Machwerk sammelt heute die Links. Sie wollte ihren seltenen Stoff in Kettdruck für diesen Sonntag verarbeiten.

Wenn ihr  im Februar Zeit findet, mit Textilien etwas Neues zu probieren:  Der nächste Termin ist der 24.  Februar 2013Frifris ist dann Gastgeberin für die Aktion „Stoffspielerei“. Wer Lust hat, macht mit!

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10 Kommentare

  1. Oh, der ist wunderschön! Auch bei Tage.
    Auf die Idee, Lampenschirme zu smoken, bin ich noch gar nie gekommen, das muss ich mir merken – der Effekt ist wirklich unheimlich schön. Ich finde das bauschige auch gar nicht schlimm, im Gegenteil – das passt doch dazu.

    Toll. Diese Faltenlegtechnik ist so eine der Favoriten bei den Stoffspielereien, musste ich feststellen :)

    Lieben Gruß!
    frifris
    (die gerade feststellt, dass es den Post-Prozess beschleunigt, wenn man das Kabel fürs Hochladen nicht jedesmal sucht).

  2. Der Effekt im Gegenlicht ist echt verblüffend, die Farben verschwinden fast und werden durch die Strukturen ersetzt.

    Um da auch bei Tage eine streng strukturierte Ordnung zu zeigen müsstest du wahrscheinlich einen steiferen Stoff nehmen und dann direkt bespannen. Aber so als Husse ist das OK, das kann dann ja auch etwas lässiger und „undone“ sein. Und mal ehrlich: So ein mondäner Schirm wie der in der Zeitung, das passt nicht vor eine Landkarte.
    (Einer Karte ist übrigens das allersympathischste, was sich Leute an die Wand nageln können- wenn ich das irgendwo sehe ist mir der Rest des Zuhauses ziemlich egal.)

  3. Solche Bettwäsche hatte meine Mutter früher auch, die ist aber längst für andere Projekte zerschnippelt worden.
    Wenn die Lampe leuchtet sieht der Stoff komplett anders aus, tagsüber erinnert mich der Lampenschirm, verzeih, mehr an biedere Unterwäsche, ich könnte mir dieses Smok-Muster ganz toll in einem naturfarbenen Leinenstoff vorstellen, wie sagst Du so schön: „Da gibt es noch viel Luft nach oben.“

    verschneite Grüße
    Judika

    P.S. Die Lampe in der Zeitschrift hätte mich garnicht zum Nachmachen animiert, Deine Variante hingegen sehr.

  4. Huete ist Falten-Tag scheint mir! Die Lichteffekte beim beleuchteten Schirm sind ja toll, und auch der unbeleuchtete Schirm gefällt mir sehr – du hast de Kellerfalten ja so angeordnet, dass das Streifenmuster des Stoffes einbezogen wird, das finde ich sehr gelungen. Passt auch gut zum Lampenfuß, und dass man den Bezug waschen kann, ist nochmal ein Pluspunkt.

  5. Sieht sehr kuschelig aus, der Lampenschirm…vielleicht, weil mich der Streifenstoff so an die Biberbettwäsche von früher erinnert. Diese Faltentechnik find ich gerade mit so einem Streifenstoff verblüffend.

  6. Die Faszination beleuchtet und nicht, ist grandios. der Lampenschirm aus der Zeitung ist so fein, da könnte man glatt jersey nehmen, spannen und dann Schlitze reinschnieden, das müßte sich doch genaus fein rollen, oder? Es macht so spßa zu sehen, was mit einfachen Mitteln möglich ist.
    LG Karen

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