Besenstielspitze

„Broomstick lace“ in Form eines Armreifens gehört zu den Dingen, die in Blogs und Bildersammlungen seit längerem herumgeistern. Ich hatte so ein Armband hier zuerst gesehen. Auf deutsch heißt diese Technik  Schlaufenhäkeln. Man braucht dazu Garn oder Bindfaden, einen (Besen)-Stiel und eine Häkelnadel.

Ich habe mich nach dieser deutschen Anleitung gerichtet. Es gibt aber auch z.B. auf youtube Videos, die zeigen, wie es geht.

Je nach Dicke des Garns, des Stiels als Schlaufenhalter (kann z.B.  auch ein Stift oder ein fester Streifen Pappe sein) und der Nadel entstehen verschiedene Versionen. Ich habe ziemlich herumprobiert, bis ich den Bogen raus hatte. Aber wenn man das Prinzip einmal verstanden hat, geht der Rest ganz gut voran.

(Oben Bindfaden, unten Häkelgarn)

Die Version mit Baumwollhäkelgarn und Knöpfen. Die Armbänder lassen sich aber auch einfach so überstreifen. Ein Verschluss ist nicht notwendig.

Mit einem Kunststoffspatel aus der Küche ging es auch ganz gut, der Schlaufenhalter muss nicht unbedingt rund sein.

Eine Version aus Küchenbindfaden, eigentlich zum Bratenrollen gedacht.

Insgesamt trage ich die Armbänder ganz gern, weil sie nicht so stören wie feste Armreifen aus Metall oder Kunststoff.

Die Idee ist auch ausbaufähig (man könnte z.B. Perlen einarbeiten oder die „Pfauenaugen“ mit etwas unterlegen). Aber eigentlich handelt es sich bei diesem Projekt mal wieder um eine Entdeckung, bei der man hauptsächlich wissen will, WIE das geht. Wenn man es hinbekommen hat, ist das Interesse schnell erloschen. Annekata hat dieses Phänomen kürzlich in ihrem Beitrag zu schwedischer Stickerei beschrieben. Man hat dann auch ein bisschen ein schlechtes Gewissen, dass man so oberflächlich und sprunghaft ist. Netterweise stand dann in einem Kommentar bei Annekatas Beitrag, dass man sich als Biene sehen sollte, die von Blüte zu Blüte fliegt. Wer würde einer Biene vorwerfen, dass sie die Blüte verlässt, wenn sie vom  Nektar gekostet hat?

Nun glaube ich mal fest daran, dass aus all dem Nektar auch irgendwann ein richtig guter Honig entsteht!  An dem dann andere wieder schlecken dürfen.

7 Kommentare

  1. Aber ganz gewiss! Und um im Bild zu bleiben: ich danke dir für diesen Blog als „Schwänzeltanz“, der uns anderen Bienen zeigt, welche Blüten es lohnt anzufliegen, und welche eher nicht…

  2. Das sieht ja recht kompliziert aus und natuerlich hab ich auch schonmal mit broomstick lace geliebaeugelt. Interessanterweise stoert mich das „Ausprobieren ohne am Ball zu bleiben“ nur bei mir, Wenn du mir z.B. Anregungen zur broomstick lace gibst bin ich begeistert und finde das sehr hilfreich. Nie im Leben daechte ich dran, dass das Ausprobieren ohne in die Tiefe zu gehen sprunghaft oder oberflaechlich sein koennte. Das empfinde ich nur bei mir selbst. Als ich meinen Yllebroderie post schrieb mit dem Hinweis auf meine flatterhaften kreativen one-day-stands dachte ich ganz klar an unser Gespraech in Berlin. Und fuer richtig guten Honig braucht es ja auch mehr als nur eine einzige Biene ;)

  3. Wie wohl es tut, das man nicht so allein empfindet. Bin ich doch auch oft Feuer und Flamme bei einer Technik, die dann so lange juckt bis ich sie probiert habe und dann genügt das auch oft.Und denke dann manchmal, wenn man da 3 Jahre dranbleiben würde, eröffnen sich bestimmet meisterliche Aussichten…
    ich wußte nicht, dass diese Technik einen Namen hat. Ich kenne das glatt, also komplett über Stiel, Lineal o.ä., so dass dann ein Netzcharakter entsteht.So habe ich mein Netz am Puppenwagen gemacht.Sehr interessant, man kann irgednwie alle Fadentechniken vermischen, wenn man an so ein Teil glatt stricken würde, ginge ja auch.
    Als Armreif ein schöner Hingucker und scherlich auch ganz leicht.
    Experimentiergrüße von karen

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