Sommerkleider selber nähen – MeMadeMittwoch Spezialausgabe

„Ich packe meinen Koffer“ heißt die heutige Spezialausgabe beim MeMadeMittwoch. Nach ewigen Zeiten wollte ich mal wieder teilnehmen, freudig mit meinen neuen selbstgenähten Sommersachen. Bloß, bei der Selbstauslöser-Fotosession  heute kamen mir doch große Zweifel. Meinen Kofferplan muss ich noch überdenken.

Leichte luftige Kleider sind hier jedes Jahr Thema – familienbedingt muss ich immer in südliche Bruthitze. Dieses Jahr wollte ich mir an Floh ein Beispiel nehmen – sie hat sich nach einem Brigitte-Schnitt nun schon zwei Kleider genäht, die ihr auch sehr gut stehen. 2016-07-27 14.16.48 (408x800)

Derselbe Schnitt an mir sieht nach Nachthemd oder OP-Kittel aus. (Stoff von Hüco, feine Oberhemden-Baumwolle). Zur Rettung habe ich es mal wieder mit Tuchapplikation versucht. (Uraltes Halstuch von Esprit).

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Gestern abend war ich noch ganz überzeugt, aber heute im Lauf des Tages fühlte ich mich schon nicht mehr so wohl. Die Umrandung mit der Bommelborte macht es auch nicht besser.

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Ich glaube, das bleibt ein Nachthemd – oder wirklich ein Patientenhemd, denn sein eigenes Hemd zu haben, ist schon ganz schön. In Kanada gibt es sogar eine Intitiative, die Jugendlichen individuelle Kittel für die Krankenstation besorgt.

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Der blaue Rock unten ist auch frisch genäht, aus einem gefärbten Betttuch nach eigenem Schnitt. (In den letzten Jahren nähe ich fast nur noch nach Schnitten, die ich von mir passender Kaufkleidung abnehme). Das sehr luftige Oberteil hatte ich schon vor Jahren einmal gezeigt, ich trage es immer noch. Aber irgendwie sieht das zusammen auch nicht so toll aus wie erhofft.

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Da denke ich doch gleich an diese Bilder hier.

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Damit es aber nicht so negativ wird, hier ein Kleid, das seit vielen vielen Jahren in meinen Sommerkoffer kommt. Den Schnitt hatte ich damals von einem sehr gut sitzenden Lieblingsoberteil abgepaust und zum Kleid verlängert.  Locker und luftig, halblange Ärmel, aber dennoch „angezogen“. Hier hat sich der Nähaufwand für einmal wirklich gelohnt.

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Ebenfalls gelohnt hat sich dieses Sommerkleid, das ich seit dem Blogeintrag vor 6 Jahren mag,  Angezogen.

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Auch immer dabei ist mein bei Hitze nicht störender Textilschmuck, gehäkelte Ketten oder Armbänder aus Besenstielspitze.

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Der Blick ins Archiv deckt vergessene Sommerflops auf. Einige genähte und verbloggte Sachen habe ich so gut wie nie getragen. Bei dem Wax-Print unten links (Blogtitel 1qm Zufriedenheit  haha) ist der Stoff zu steif und unbequem.

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Aber egal, sehr viele gute Sommerkoffer-Tipps könnt ihr heute beim MeMadeMittwoch finden, wo  Wiebke vom Blog „Kreuzberger Nähte“ beneidenswert ausgestattet auf Reisen gegangen ist.

Falls ihr bald fahrt oder schon weg seid: Gute Reise, guten Urlaub!

17 Kommentare

  1. Also MIR gefällt das Kleid gut. Ohne Tuch und auch mit Tuch…. dann aber ohne Bommeln. Aber von aussen gesehen kann man viel schreiben, du musst dich wohl fühlen.
    Die schwarze Häkelkette ist so toll, möchte ich fast mal nachmachen.
    einen schönen Urlaub wünscht
    Christine

    • Ach, die Problematik „stylischer Sack für heiße Tage“ holt einen doch jedes Jahr wieder ein. Mit einer geraderen Figur hat man da Vorteile, da sehen die „Säcke“ entzückend aus. Ich finde das hellblaue Kleid ja ohne Tuch und Bommeln, ganz schlicht besser. Hellblauer Oberhemdenstoff scheint ein problematisches Material zu sein, ich hatte mir aus so einem Stoff ja mal ein Rotkreuz-Krankenschwester-im-2.WK-Kleid fabriziert. Aber bei 35 Grad ist dann sowieso alles egal. Sonst näh‘ dir doch nochmal das dunkelblaue Nadelstreifenkleid nach, das ist wirklich gut.

      • Du hast ja recht, auch mit dem Nadelstreifenkleid. Warum tut man nur immer nicht, was gut für einen wäre.

  2. Mir gefällt die erste Version. Wenn Du Dich nicht wohl fühlst, vielleicht hinten ein Stück Tunnel aufnähen und eine Kordel oder ein Kettchen durch und locker verknoten? Aber so wie es ist passt das Kleid auch.

      • Wie wäre es mit einem Gürtel? Oder ein Tuch/Schal um die Taille geknotet?
        Ansonsten würde ich an Saum, Ausschnitt und Ärmeln eine Borte/Häkelspitze/Webband annähen, dann sieht es auch nicht mehr nach Nachthemd aus.
        (Das muss ich mir gleich mal selber merken, bei mir liegen nämlich auch noch 2 oder 3 Meter hellblauer Hemdenstoff rum, bei dem ich ein Nachthemdenergebnis befürchte.)

        Liebe Grüße,
        Henriette

  3. Das Kleid wäre sicher toll für heißes Wetter. Mir kommt es einfach zu groß vor. Vielleicht kannst Du auch an der Seite etwas einnehmen. Ich bin gespannt, wie Du es löst.
    Liebe Grüße, SaSa

  4. Ob’s ausschaut wie ein Krankenhauskittel, ist doch wurscht. Am Strand getragen, leistet es bessere Dienste bei Hitze als die Wurstpellenminikleider, die mir in den letzten Jahren in der Fußgängerzone begegnet sind. Glücklicherweise sind inzwischen immer mehr Leute auf den Trichter gekommen, dass weitgeschnittene Kleidung aus Naturfasern dem Wohlbefinden zuträglicher sind.

    In diesem Sinne: nur Mut! Das Nadelstreifenkleid zum Beispiel finde ich wunderschön, und das ist bestimmt auch super zu tragen bei Hitze.

    LG
    Ulrike

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