Weiterverwertung im Mai

Lucy hat gestern wieder Links zu Refashionprojekten eingestellt. Ich habe trotz einiger Arbeit an meinem Altkleiderberg nichts Rechtes vorzuweisen, also hole ich ein noch nicht gezeigtes Projekt aus dem Archiv:  Eine einfache Tasche aus einem Kindersommerkleid. Das Ganze war ein Auftragswerk vor zwei Jahren. Eine Mutter gab mir das Sommerkleidchen ihrer Tochter, an dem viel Wehmut hing, weil die Tochter nun groß wurde.  Aus dem geblümten Hängerchen konnte ich für die Tochter gerade so eben diese Tasche fertigen, kombiniert mit einem alten fliederfarbenen Bettuch (das mir dann später auch bei dem Quadratmeterkleid noch gute Dienste leistete). Der Schnitt für diese Tasche ist ein Klassiker.

Erwähnenswert sind vielleicht die Henkel: Ich habe dafür zwei Seilstücke aus dem Segelbedarf genommen, Ringe geformt und diese zusammengenäht, nachdem ich sie durch den jeweiligen Tunnel an der Tasche gezogen hatte. Je nach Kunststoffanteil in dem Seil kann man die Schnittflächen auch einfach unter einer Kerze verkleben.

Nun wende ich mit wieder den Versuchen zu, alte Kleidung umzuändern und tragbar zu machen. Leider sind das meist keine spektakulären Ergebnisse, und so ein richtiger Flow will sind nicht einstellen, wenn man ausbessert, verengt, erweitert, trennt und erneut zusammennäht. Aber andererseits gehört solche Flickarbeit dazu, wenn man es mit dem Weiternutzen ernst nimmt. Vielen Dank jedenfalls an Lucy und die anderen, die sich um „Aus Alt mach Neu“ bemühen. Bis zum nächsten Monat – dann hoffentlich wieder mit etwas Aktuellem.

5 Kommentare

  1. Die Idee mit den Seilhenkeln ist ja toll!
    Ich habe auch solche Wehmut-Mädchenkleider, schrecklich !! Manche hebe ich auf, um daraus „wenn ich groß bin“ einen Quilt zu machen aber so eine Tasche könnte ich jetzt auch sofort anfangen…
    LG
    Wiebke

  2. ja, Sommerkleidchen mit Wehmut gibt es hier auch. Der Seilhenkel ist viel angenehmer auf der Schulter, als die harten Holz- oder Plastringe!
    Bei wiebke mußte ich jetzt grinsen, denn ich sage auch kann oft, wenn ich groß bin, mache ich daraus….Bis wann zählt Großwerden?

    Fröhliche Blumengrüße von karen

  3. Die Tasche gefällt mir, v.a. die Idee das Innenfutter zu verlängern und nach außen zu ziehen. Deine Zeichnung ist auch schick und sehr verständlich. Kannst du gerne öfter machen :-)

  4. Die Zeichnung ist ja nur ganz grob für die, die sich die Einzelheiten denken können – mit einer Aussage wie „aus dem Innenfutter einen Tunnel formen“ wäre Nähanfängern wohl nicht gedient.
    Bei uns gab es stets eine Abneigung gegen jede Art von Kleidchen – bei einer zerrissenen Jeans ist das Wehmutspotential komischerweise nicht so groß.

  5. Ja, aus deinen gezeichneten Anleitungen sollte man ein Buch machen! Die Seilhenkel sind vor allem eine tolle Idee, im Baumarkt gibt es bei der Meterware ja auch ganz unterschiedliche Farben. Was ich für nächsten Monat umwandele, weiß ich aktuell auch noch nicht, ich arbeite mich von Monat zu Monat vor, weil die ganze Idee Anfang des Jahres spontan entstand und ich natürlich nichts „vorgearbeitet“ habe. Aber der Stapel wird kleiner und es ist ein gewisser selbst auferlegter Druck da, weiter zu machen.

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