Drucken mit Gelatine

Gelatine-Monoprints, hinterleuchtet.

2 Tütchen Gelatine  in einer Tasse Wasser auflösen. Auf eine Platte gießen, die mit Alufolie umrandet ist.  Nach mehreren Stunden ist die Gelatine fest, dann die Alufolie wegnehmen.

Farbe auftragen, Papier oder Stoff auflegen, leicht andrücken.

Abziehen, evtl. ein zweites Mal abziehen oder mit anderer Farben drüberdrucken.

Stoffdrucke, u.a. mit Pflanzenteilen auf der Gelatineplatte als „Schablonen“.

Hier die Pflanzenteile auf Papier, drei Abzüge hintereinander. Je nach Farbe/Papier sind mehrere Abzüge möglich, ohne dass man neue Farbe auftragen muss.

Gemalt/gedruckt mit Aquarellfarben,  jede andere Farbe geht auch.

Gern übernehmen Kinder den Drucktisch, bis sich die Gelatine in glibberige Einzelteile zerlegt.

Besonders schön, finde ich:

Nachtrag 28.6.2010: Heute habe ich noch weiter probiert, unter anderem mit blühenden Korianderzweigen. Außerdem habe ich versucht, auf Stoff einen Kleisterpapiereffekt zu erzielen. Fotos habe ich auch  hier bei Flickr eingestellt.

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6 Kommentare

  1. Das ist ja ne ganz umgewöhnliche Variante des Umdrucks. Ich mußte zuerst an die Fotografie denken. In der ersten Häfte 20.Jh. hat man ja oft Gelantineabzüge gemacht. Da habe ich mir immer nicht so recht vorstellen können wie das geht
    Muß man die Blätter noch abspülen oder nur trocknen lassen?
    man kann bestimmt nach dem Auftragen die Farben noch verziehen? Das wäre ja dann eine Variation zum Marmormpapier. Das ruft nach Ausprobieren.

    Hier gab es auch Gelantine, aber auf den Erdbeeren.

    geleegrüße, Karen

    • Karen, du hast es mal wieder gleich erfasst – ich wollte eigentlich so eine Art Kleisterpapiereffekt auf Stoff machen. Das klappt aber (noch?) nicht, dazu muss ich wohl noch mehr mit der Farbe und dem Verziehen experimentieren, wenn es überhaupt gehen kann. Die Platte müsste wohl auch noch fester sein.
      Statt mich erstmal richtig zu infomieren habe ich gleich losgelegt. Nun weiß ich: Die Technik ergibt Monotypien, nicht Monoprints. Und auf Youtube gibt es jede Menge Videos zu Gelatine-Monotypien. Gelatineverfahren bei Fotos ist wohl etwas anderes, da geht es um lichtempfindliche Beschichtungen, die Gelatine enthalten.
      Die Blätter bleiben so, wie sie sind. Die Gelatine ist fest wie Gummi, da geht nichts aufs Papier. Aber jetzt habe ich große Lust, weiter Monotypien zu machen.

  2. Wenn du Monotypien machen willst, dann ist aber eine Glasplatte, ganz klassisch, viel einfacher. Vielleicht macht die Gelantine die Ränder diffuser?Hm.
    Werde mal you-.tuben!

    • Auf den Glasplatten perlt die Aquarellfarbe gleich ab. Dadurch, dass die Gelatineplatte eine andere Oberfläche hat und so flexibel ist sind andere Dinge möglich, Stoff lässt sich auch besser andrücken. Das mcht mir irgendwie mehr Spaß als mit Glas, schwer zu erklären. Habe gerade blühenden Koriander abgedruckt, hier duftet nun alles danach.
      Hier habe ich noch einen Link auf deutsch gefunden
      http://quiltkunstquilt.blogspot.com/2008/10/gelatin-druck-2.html
      Da ist Tally auch schon mal vorbeigekommen, sehe ich!

  3. Wieder mal sitz ich staunend vor dem Bildschirm! mit Gelatine!!!!!!!!!!!
    Suschna, du bist echt unglaublich – deine schönen Ergebnisse (wie herrlich das oben leuchtet!) auch!

    lieben Gruß vom badewarmen Bodensee von Ellen

  4. Ah, das Abdrucken von Pflanzen finde ich auch interessant. Danke für den Link! Solche Sachen, für die man nicht erst kompliziert Material beschaffen muss, kommen mir sehr entgegen.

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