Alles nur geklebt

Vliesofix adé – ich bin mit dem feinen Klebeflies noch nie klar gekommen. Inzwischen appliziere ich alles mit dem Stärkekleber Coccoina. Vor allem erinnert mich der Duft an früher – Pelikanol hieß genau dieser Kleber damals, es war der Kleber meiner Kindheit. Gibt es z.b. bei Manufaktum oder Modulor oder Gerstaecker.

Nach dem Kleben muss man die Stoffstücke dann noch festnähen – hier bin ich mit der Nähmaschine kreuz und quer über die Applikationen gegangen. Am Ende wurde eine Hülle für ein Notizbuch daraus. Kleberrückstände waschen sich mit Wasser einfach aus – es macht daher nichts, wenn der Kleber (der ja eigentlich eher ein Kleister ist) auf die Oberseite der Stoffe gerät.

Der Kleber ist bestens geeignet, um Kinder damit  Stoff aufkleben lassen. Diese Landschaft hat sich meine Tochter zusammengestellt, Mama hat dann alles mit der Maschine umstickt und auf einem T-Shirt festgenäht.

Weil der Kleber nicht besonders fest haftet, lassen sich alle Stoffstücke in der Planungsphase auch leicht ablösen und neu positionieren.  Außerdem macht es Spaß, mit dem Pinsel zu streichen.

Auch damit geklebt: Marmeladenetiketten. Gehen dann später mit Wasser einfach wieder ab.  Man muss allerdings großzügig auftragen, sonst lösen sich die Etiketten  vorzeitig.

Noch ein Klebeaktion:

Maßband, einmal in Zentimeter, einmal in Inches, immer präsent.

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16 Kommentare

  1. Wieder mal ein guter Tipp. Ich werde mir den mal merken, um in der Klasse Weihnachts/Frühlings…dekorationen an die Fenster zu bekommen.
    Irgendwie hatte ich von diesem Kleister schon mal irgendwo gelesen. Wenn mir der dortige Verwendungszweck wieder einfällt, schreibe ich es.
    Tolles Mutter/Tochter-Handwerk!

    Grüße
    Tally

  2. wie oft stand ich schon (wieder) vor diesem Kleber und hab mich gefragt, ob ich ihn brauchen könnte. Der roch nach…Mandeln?
    Danke für die praktischen und ausgesprochen hübsch geratenen Anwendungstips!

    …kennst du auch noch den dicken knubbeligen Tintenkiller ( sah aus wie ein Lippenstift), den man anlecken musste.
    Der schmeckte aber eklig, nach Schwefelsäure…

    • Ja, duftet nach Marzipan! Knubbel-Tintenkiller hatten wir nicht, das waren schon dieselben, die es heute noch gibt. (Die versagen heute auch noch genau so schnell den Dienst wie früher)

  3. Danke für diesen Tip! Ich habe mich auch immer ziemlich schwergetan mit Vliesofix. Besonders ärgerlich war es, wenn es am Bügeleisen geklebt hat…

  4. Gute Idee! Den Kleber habe ich sogar hier. Bisher hab ich ab und zu Klebestift verwendet, aber das klebt immer nur da, wo es nicht soll (am Finger oder am Stift). Und Danke für den Hinweis, dass es das gleiche Zeug früher auch von Pelikan gab. Geruch und Konsistenz kamen mir nämlich sehr bekannt vor, aber ich konnte das nicht einordnen.

  5. Das sind ja ganz neue Sinnerserfahrungen – ein Kleber, der duftet. Schon deshalb würde ich ihn probieren, denn den kenne ich überhaupt nicht. Und die Stoffteile bleiben elastisch? Kann man sie dann auch waschen?
    Der Restebuchumschlag gefällt mir gut und so praktisch. Wäre auch ne Monatsseitenaufgabe.

    „Klebrige“ Grüße von Karen

    • Der Kleber besteht eigentlich nur aus Kartoffelstärke, wäscht sich also alles komplett raus. Es ist dann so, als wäre nie geklebt worden – allerdings muss man daher die Applikation auch gut festnähen.

  6. ich bin ja großer kleberfan… (auch von vliesofix) – sag mal, verklebt das nicht die nähmaschine? ich habe es ja manufaktum in mittagspausenreichweite :-)
    glg!
    claudia

    • Über das Verkleben der Maschine habe ich auch nachgedacht – aber mir ist nichts aufgefallen. Allerdings ist meine alte Dame auch extrem hart im Nehmen.
      Ich habe mal Klettband mit Kleberückseite aufgenäht, da musste ich danach dann erstmal die Nadel putzen. Das war, glaube ich, nicht so gut. Aber dieses Coccoina/Pelikanol scheint mir harmlos.

  7. Ein guter Rat, danke – ich stör mich schon dauernd dran, mit einem stinkigen Klebestift made in China zu hantieren – bis bald, auf der TA…

  8. Ich kenn den Kleber aus einem Copyshop in Berlin, der hat den auch verkauft…Hach, es ist wirklich schön durch so kleine Sachen an die alte Heimat erinnert zu werden.
    Was ich immer doof fand, war das der Pinsel immer so schnell vollgesaut war, auf Idee ihn mal abzuwaschen bin ich leider nicht gekommen :D

  9. Toll wieder mal – ich mag es immer, hier überrascht zu werden, mit Sachen, auf die ich im Leben nie kommen würde!

    Ach und was ich heute auch noch machen werde: ein Maßband anbringen … so gut!!!

    lieber Gruß von Ellen

  10. Coole Alternative!
    Die alternativen Klebstoffe werden viel zu leicht vergessen. Das Zeug ist mir sogar wirklich neu.
    Das wunderbare Steam-a-seam ist zwar leichter zu handeln als Vliesofix, aber halt nur in den USA zu einem akzeptablen Preis zu bekommen.

    Und da kann ich gleich Bezug auf deinen neuen Post mit der Textilkunst nehmen: Wir haben im Studium mal ein Projekt mit Kaseinleim gemacht, das macht Stoff bretthart und die Effekte sind wirklich verblüffend.
    Modelleisenbahnbauer haben uns damals auf die Idee gebracht, die formen ihre Landschaften ja mit dem Zeug.
    OhGott- es gibt so viel, was man tun könnte.

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