Kreativtag „Sweet Nothing“

Heute ist Ellens Kreativtag – mit hochfliegenden Plänen hatte ich mich angemeldet, nicht bedenkend, daß der 15. Juli der erste Ferientag sein würde und wir schon ganz woanders. Dennoch habe ich wenigstens etwas Kleines zustande gebracht, eben ein „Sweet Nothing“, so Ellens Thema.

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Meine kleinen Petit-Rien Mitbringsel sind oft Nadelkissen in Nußschalen und Muscheln, (wie hier schon einmal erwähnt). Diesmal habe ich ein kleines Stück antiken Kimonostoff genommen und, angespornt durch den Kreativtag und meinen Stoffpaß, für die Nußschale ein Zertifikat ausgestellt, auf dem steht:

„Diese Nußschale ist im Herbst 2008 von einem Eichhörnchen ausgehöhlt und von unserem Nußbaum geworfen worden“  Ort, Datum, Unterschrift.

Unten ins Nadelkissen sind noch  Nadeln von märkischen Kiefern eingerollt, so ist die kleine Schale schwer mit Bedeutung beladen.

Kommentar einer Dame aus der Generation 70+: „Das wäre mir ja zu eklig. Da hätte ich Angst vor Tierkrankheiten“.

Nun, ich bleibe dennoch in diesen Sphären und könnte das Spiel sogar noch weiter treiben:  Der Bindfaden, an dem das Zertifikat hängt, ist nämlich auch etwas ganz Besonderes. Mein Großvater hatte in den zwanziger Jahren oft Besuch von einem Bindfadenvertreter, mit dem er in seinem Kontor zigarrerauchend so manche nette Stunde verbrachte. Aus Freundlichkeit kaufte er ihm immer wieder Bindfaden ab – eine Rolle existiert noch heute.

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Nun könnte ich ein Zertifikat für den Bindfaden des Zertifikats machen – ich erspare es euch. Ihr wollt ja sicher noch weiter und alle die anderen Kreativtagteilnehmer besuchen.

Vielen Dank, Ellen, für den Kreativtag und die schöne Idee!

 

13 Kommentare

  1. Schöne Idee, ein Zertifikat zu schreiben.

    Da fiele mir zu manchem Stoff aus meinem Regal auch eine Geschichte ein, ich liebe schon lange Stoffe…

    LG aus dem Allgäu
    Siegrid

  2. hallo liebe susanne,

    durch deinen kommentar bei allerleirauh fand ich zu dir hierher.
    auch wenn meine nähmaschine vor sich hinrostet, von deinen werken bin ich begeistert.
    und: die art wie du schreibst gefällt mir sehr.
    auch wenn ich manche deiner posts nur „überflogen“ habe, sage ich mir, dass ist schon wieder so ein blog, der viel zuwenige kommentare bekommt.
    dabei schreibe ich selbst – aus zeitmangel – mehr in meinem blog als kommentare, doch die paar worte will ich dir unbedingt schicken.

    mich freut’s sehr, dass du auch solche kleinigkeiten wie nußschalen in betracht ziehst, sie betrachtest und dann solch ein nadelschiffchen daraus zauberst.
    du hast mich zum staunen gebracht.

    ich komme wieder.

    sei herzlichst gegrüßt von
    anita

    • Ja, mit den Kommentaren ist das so eine Sache. Eigentlich würde ich da ja sagen, Qualität geht über Quantität. Andererseits hat man ohne Kommentare keine Rückmeldung und schreibt so ins Nirvana – wahrscheinlich würde ich mehr schreiben, wenn ich das Gefühl hätte, eine große Leserschar ist interessiert.
      An dieser Stelle kann ich dann ja gleich mal allen danken, die sich melden und mir daher ein Ansporn sind. Habt vielen Dank, ihr seid mein Treibstoff!

  3. Ich zertifiziere hiermit: Ein wunderschönes „sweet nothing“. Eine tolle Bindfaden-Geschichte. Großen Mut im Umgang mit möglichen Tierkrankheiten.
    Ruhrgebiet, den 15.08.2009
    Katharina

  4. Ich komme aus dem Staunen nicht mehr heraus, nicht nur das Nussschalennadelkissen, auch deine anderen posts die ich beim kurzen durchschauen gefunden habe. Alle Achtung und herzliche Gruesse aus FernOst

  5. Ich sehe dich in ein paar Jahrzehnten umgeben von deinen Enkeln an der mit der Blumendecke geschmückten Tafel Geschichten erzählen.
    Ziemlich skurrile Sachen, die dann von bezettelten Winzigkeiten illustriert werden.
    Deine Enkel werden dich lieben.
    Wie deine LeserInnen, ob kommentarlos oder geschwätzig.
    :)

  6. Ach, ist das wieder schön geworden. Und zum Thema Blog kann ich nur sagen, das ich jeden Tag schmule um zu sehen, ob es bei Dir einen neuen Eintrag gibt. Du bist ja auch meine „Blog-Inspiration“ – sonst würde ich das nie tun.

  7. liebe susanne,

    um mögliche mißverständnisse auszuräumen:
    ich fand/finde blogs, in denen z.b. ein neu gekaufter stuhl gezeigt wird und über 30 kommentare im sinne von „schön, wunderbar“ geschrieben werden.
    dann finde ich so einen wie den deinen mit wunderbaren fotos und wort-geschichten und posts – so wie in deinem alten blog – mit 0 oder 1 kommentar.
    wie das kommt?
    ehrlich gesagt, ich weiß es nicht.

    es ist meine persönliche empfindung, dass ich solchen blogschreiberinnen „mehr“ kommentare wünsche. auch „mehr“ als nur „schön und wunderbar“.

    das bedeutet: sich zeit nehmen.
    die oft nimmer vorhanden ist. im alltag. mit haus. und kindern. und partner. und und und.

    es hat alles seine berechtigung.
    es tut jede ihr bestes.
    jede hat ihren eigenen schwerpunkt.
    im blog.
    im kommentieren.
    im still-sein.
    im leben.

    ich wünsche dir, dass du erfährst, dass deine posts ankommen.
    ich kann für niemanden anderen schreiben.
    nur für mich selbst.
    und deine worte kommen bei mir an.

    das schreibt dir eine, die sich momentan sehr verwöhnt von kommentarschreiberinnen, e-mail-schreiberinnen, stillen-leserinnen-klicks fühlt.
    und ein bisserl wem-will-ich-noch-danken-gedanken.
    dass mir die zeit davonrinnt.
    dass ich nie allen gerecht werden kann.
    und dass ich denjenigen, denen ich schreibe – wenigstens für mich – gerecht werde.

    ja, deine worte kommen bei mir an.

    das ist viel.

    da siehst du mal, was so ein kleines nußschiffchen auslösen kann … „lächel“

    anita

  8. ich hatt deinen Eintrag schon gelesen und er ist mir im Kopf und Bauch geblieben.
    Sweet nothings……find ich gar nicht ganz den passenden Titel… vielleicht eher: bedeutende Kleinigkeiten. Dinge ohne offiziell anerkannten Wert aber mit überhaus hoher persönlicher Wertschätzung.
    Eine Freundin sandte mir jetzt aus Australien vier Betonbohrkerne und ein Stückchen verrostetes Eisen…..ich hab mich so gefreut und es ist inspirierend und anregend, das, warum es einen berührt und anspricht daraus hervorzulocken.
    Deshalb hat mich deine Geschichte gefreut!
    Lächelnde Grüße!

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