Blumenmachen

Heute will ich einen Ball weiterspielen, den Lucy letzte Woche in die Luft geworfen hat. Sie zeigt, wie man kleine runde Blumen macht. Dem schließe ich mich an und zeige, wie man Blüten mit gefältelten Blütenblättern machen kann.

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(Hier gleich mal mehrere Fotos. Ich versuche mich im Rahmen dieses Blogs ja hin und wieder auch als Stylistin).

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Weil ich Jasminblüten für meine Juniblumen brauchte hatte ich eine ganze Weile herumprobiert, bis ich diese verblüffend einfache Methode entdeckte. Die einzelnen Stadien für vierblättrige Blüten sieht man hier:

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1. Man nehme einen Streifen Stoff, in diesem Fall weiße Seide.

2. Den Streifen längs falten.

3. An das Ende eines reißfesten (!) Fadens einen Knoten machen und in eine Ecke des gefalteten Stoffstreifens stechen, und zwar auf der Seite des Stoffbruchs. Dann mit Vorstich (auch genannt Heftstich) so viele Wellen sticheln wie man Blütenblätter haben möchte,  in diesem Falle also vier „Wellentäler“. Die Blütenblätter entstehen aus dem Stoff oberhalb dieser Wellentäler.

4. Unterhalb der Stichlinie den Stoff abschneiden – oder dranlassen, die Blüte bekommt dann  einen dickeren Innenteil.  Einfach probieren, wie man es lieber haben möchte.

5. An dem (nun hoffentlich wirklich reißfesten) Faden ziehen und zusehen, wie sich die Blätter falten. Zum Kreis schließen und Faden vernähen.

Die Blüte kann nun innen bestickt werden, man kann einen Knopf, Perlen, oder auch einen Stoff/Filzkreis hineinsetzen. Für die Blüte unten habe ich einen längeren Streifen weiße Seide genommen und neun Blütenblätter daraus gemacht. In die Mitte haben ich einen Stoffpompon gesetzt der so gemacht ist wie Lucy es in ihrem Beitrag erklärt hat.

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Ein bißchen erinnert diese Blüte auch an die japanischen Kanzashi-Blumen. Ellen hat in ihrem Sweet Nothing Beitrag diese japanische Falttechnik probiert und eine Brosche daraus gemacht.

Auf die Idee mit den Wellenlinien bin ich durch das Buch „Manipulating Fabric“ von Colette Wolff gekommen, das ich vielleicht noch einmal extra vorstellen sollte. Ich bin für jede Anregung dankbar, wie ich mir den Weg noch erleichtern könnte oder ob es andere Tricks gibt, solche Blumen zu machen. Mir gefällt z.B. noch nicht, daß die raue Stoffkante innen in der Blüte schwer zu verstecken ist.

Für meine Juliprojekt probiere ich gerade verschiedene Arten, Rosen zu machen – es bleibt hier also blumig.

5 Gedanken zu “Blumenmachen

  1. Ich freue mich, mehr dieser hübschen Stoffblüten zu sehen. Du hast ja schon geschrieben, dass du auch „rumfummelst“ – ist schon viel mehr Arbeit, als man denkt, gell?! Mir hat es jedenfalls Spaß gemacht und deine Jasminblüten sind sehr hübsch geworden. Viele liebe Grüße von Ellen

  2. Das ist ja eine geniale Methode! An deinen Blüten gefällt mir besonders, dass sie so eine quasi natürliche Unregelmäßigkeit haben. Mit Kanzashi experimentiere ich zur Zeit auch (und wollte demnächst etwas darüber schreiben), aber die Ergebnisse sind ganz anders, strenger und stilisierter. Diese weißen Blüten sind so frühlingsfrisch (ich denke natürlich wieder an eine Brosche).
    viele Grüße, Lucy

  3. Mit so einem hübschen Model hat es die Stylistin leicht.
    Macht sich auf dem Spieletisch genauso gut wie beim Kaffeeklatsch. Und handzahm sind sie auch noch…….
    Gute Idee- irgendwo war doch noch ein Stückchen Crepe eines Brautkleidprojektes. Wie gut, dass ich auch nix wegwerfen kann :)
    (Und dann schenke ich diese Blütenbrosche der Braut zum dritten Hochzeitstag, die wird gucken!)

  4. Pingback: Achtung, weiterhin blumig. « Suschna

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