Stoffspielerei im Februar: Gewebeproben

P1050006

Lauter Nachtbilder. Wie wohl alles bei Tageslicht aussehen wird?  Es ist spät und mit meinen Versuchen für die Aktion Stoffspielerei am morgigen Sonntag muss ich nun langsam aufhören. Lucy  hatte  für diesen Monat das Thema „Gewebe“ vorgeschlagen.

P1050012

Dazu kam mir gleich eine Idee. In Ruth Zechlins „Werkbuch für Mädchen“ gibt es diese schöne Seite mit Anleitungen zur Filetarbeit. Fäden werden gespannt und umstickt.

P1040985

Das wollte ich in Verbandsmull nachmachen – der untaugliche Versuch ist oben mit dem schlafenden Wesen zu sehen.

Dann führte ich die Idee mit dem Bild auf transparentem Stoff weiter und stickte mit der Maschine noch zwei Vignetten.

P1050008

P1040987

P1040988

Die beiden sind irgendwie ganz nett (ok, der eine vielleicht nicht), aber sinnlos.

P1040991

Zum Glück ist die Idee der Aktion Stoffspielerei ja gerade, neue Dinge zu probieren. Und dadurch auch zu merken, welche Dinge man nicht unbedingt weiter verfolgen muss.

Hoffentlich schaffe ich es im Lauf des Sonntags, Tageslichtfotos nachzuliefern – falls das noch was verbessert.

Danke schon mal vorab an die ganze Runde und besonders an Lucy, die heute auf ihrem Blog die Links sammelt.

Schönen Sonntag noch und viel Freude beim Anschauen anderer Gewebespielereien!

Nachtrag:

P1050013

.P1050015

6 Gedanken zu “Stoffspielerei im Februar: Gewebeproben

  1. Wunderschön. Morbide und zerbrechlich.
    Gerade in Kombination mit dem Papier und der Zeichnung ist das eher Kunst als Handwerk.
    Und ich mag es sehr, dass die Sachen keinen wirklichen Zweck erfüllen sondern einfach für sich genommen schön sind.
    Über bessere Fotos würde ich mich freuen, aber die Dunkelheit auf den Bildern macht auch einen gewissen Charme aus. Zuviel Schärfe und Helligkeit transportiert die geheimnisvolle Stimmung nicht so gut.

    Ich kann hier leider nicht aus meiner Haut und führe alle meine Sachen einer handfesten Bestimmung zu. Das finde ich gerade sehr profan und schade. ( Designerin halt, nicht Künstlerin.)

  2. Jetzt hat Griselda eigentlich schon geschrieben, was ich auch sagen wollte. Und sinnlos – ich weiß nicht, muss ja nicht alles gleich einen Sinn haben, oder? Denn irgendwo wird die Idee bei dir weitergären.

    (Und ehrlich gesagt, ich könnte mir so eine Vignette gut an einem Modell von McQueen (naja, so er noch leben würde) vorstellen – als Einsatz an einer Organzabluse, z.B. – wenn man jetzt wirklich nach einer Verwendung sucht…)

    Ich hab mir ja das Buch mal auf deinen Tipp hin gebraucht gekauft, vielleicht sollte ich mal wieder einen Blick hineinwerfen – denn die Idee mit dem Sticken finde ich auch wirklich schön.
    Liebe Grüße! frifris

  3. Wie ihr seht, wirken die Versuche bei Tageslicht tatsächlich weniger. Und weil sie vielleicht künstlerisch wirken, aber überhaupt nicht handwerklich kunstvoll gefertigt sind, würden sie auch in einer Bluse komisch aussehen. Eben irgendwie selbstgebastelt.
    Eigentlich stelle ich mir einen Vorhang mit ganz viel kleinen durchsichtigen Szenen schön vor. Aber den Dreh müsste man noch finden.

  4. Ich hätte ja auch gesagt: ein Einsatz in einer transparenten weißen Bluse. Die Vorhangidee finde ich auch toll – so ähnlich wie Scherenschnitte oder Schattentheaterfiguren, und die Helligkeitsabstufungen könnte man mit mehreren Schichten transparenter Stoffe herstellen. Ich bin immer begeistert, wie kleinteilig und filigran du arbeitest. Und aus jedem nicht so überzeugenden Versuch ergeebn sich doch gleich wieder neue Ideen.

    viele Grüße, Lucy (heute etwas langsam)

  5. Ruth Zechlins “Werkbuch für Mädchen” hab‘ ich auch, aber so was wäre unter meinen Händen daraus nicht entsprungen. Schön wie traditionelle Techniken, eigene Ideen und Handwerklichkeiten Neues entstehen lassen.
    Ich glaube das Geheimnis der Wirkung Deiner filigranen Textilbilder liegt in der Durchleuchtung. Wenn sie einen Platz bekommen sollen dann vielleicht so wie zuerst fotografiert an einer kleinen Lampe?
    LG Ute

  6. Ich finde du hast ganz tolle Versuche unternommen, bzw es ist doch wieder schön zu sehen aus welcher Grundidee jetzt sozusagen Mullmalerei entstanden ist.Fasziniert bin ich wie die Köpfe das in den drei Lichtverhältnissen wirken. Für einen Bühnenbildner sicher eine echte Lehrstunde. LG K.

Falls ein Kommentar nicht gleich erscheint, muss er erst freigeschaltet werden. Dann bitte etwas Geduld. Vielen Dank!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s