Beim Butterbrot

Bericht aus Berlin von der Bread & Butter, Messe für Alltagskleidung. (Als Deutschlands bekannteste Modebloggerin war ich selbstverständlich akkreditiert).

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Es gibt Hallen für Frauenmode und Hallen für Männermode. Das Testosteron ist beim Hallenwechsel sofort zu bemerken, ganz interessant.  Nun weiß ich, was nächsten Winter in den Läden hängen wird – ungefähr dasselbe wie letztes Jahr. Viel Strick, vor allem bei Frauen kombiniert mit Flatterkleidchen in kleinen grafischen Retromustern. (Die Heidijäckchenstricker liegen genau richtig). Parkas leider weiterhin mit Puschelfellkapuzen. Bei Schuhen immer mehr die Pantoffelform. Ein bisschen 18. Jahrhundert, gefällt mir gut.

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Außerdem habe ich für mich die optimale Tasche gesehen, und zwar  bei Zwei-Bags.  Nur leider ist sie eben so neu, dass ich sie noch nirgends kaufen kann. Das hat man von der Avantgarde.

Toll die Rückkehr von Oilily, dazu hat Rosine hier schon alles geschrieben, was gesagt werden muss.

Eigentlich spielen auf der Messe Jeans eine große Rolle. Ich, alles andere als ein Jeanstyp, war sehr in Stimmung, weil ich vorher „Planet Jeans“ auf Arte gesehen hatte.  Die Doku  hatte mir das Besondere an dem indigoblauen Stoff wieder nahgebracht. Man muss ihn ja nicht unbedingt als Hose tragen. Ein Messestand, dessen Wände mit Rechtecken aus Jeansstoff gepolstert waren, brachte mich auf Ideen.  Jeanspatchwork ist meist daneben, aber wenn man es edel und klar macht, wirkt es toll.

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Eigentlich habe ich über alls das aber nur geschrieben, weil ich zu Steffis Bistro weiterleiten möchten.  „Alle Stare sind Designer und treffen sich auffer Fäschen Wiek“. Udo in Topform. Viel Spaß!

3 Kommentare

  1. Haha, über den Mann mit den Rennfahrerhandschuhen und die (Unterwäsche) seiner Mutter habe ich auch schon herzlich gelacht, ein Frühstück bei S. wie für unsereins gemacht.

    Ich kann ja nur sagen, dass ich mir letztes Frühjahr eine Tasche von „zwei“ gekauft habe (diesen umgeklappten Sack, flaschengrün) und weil mir das dann natürlich vermehrt auffällt, verbreiten sich diese Taschen hier in der Stadt wie die Pocken – sind nicht ganz so teuer (Kunstleder) und „schön bunt“. Womit man irgendwie thematisch wieder bei oilily landet. Erstaunlich, wie unbunt das aussieht, im Vergleich zu Kinderkleidung-farbenmix-Nähkunstwerken (es möge sich bitte niemand persönlich angegriffen fühlen – sowas hat durchaus seine Berechtigung, auch hier im Kinderkleiderschrank).
    Meinen schönen dicken oilily-Pulli, den mal jemand im Studentenwohnheim hat liegen lassen und nicht mehr gesucht hat – hab ich leider leider irgendwann entsorgt. Fairerweise wäre er mir inzwischen vermutlich zu kurz (war eine Kindergröße). Achja. Immerhin hab ich noch nicht wieder eine Affinität zu großen Strickpullis mit Mickey-Mäusen in mir entdeckt. Man wird DOCH für vieles zu alt. Manchmal ist das auch sehr beruhigend.

  2. Tja diesen Steffi Humor haben nicht so viele um mich rum, warum bloß. Für mich ist das immer mein Highlight des Tages.
    Zu Oilily wollte ich eigentlich auch sagen, dass Fliegenpilzchen-Farbenmix und Co wohl wahrscheinlich aus der Oilily-Welle vor zwanzig Jahren gefolgt sind. Habe aber auch immer Bedenken, mich da aus dem Fenster zu lehnen. Geschmacksfrage eben. Ich habe noch ein Oilily-Kleid von damals, darin würde ich heute wie ein Clown aussehen. Ich weiß noch, dass die Sachen sehr besonders und auch sehr teuer waren. Was ich am Stand auf der Messe gesehen habe, war richtig gut zusammengestellt, eben auf eine gute Art bunt.
    Zwei-Taschen kannte ich nicht, vielleicht sehe ich sensibilisiert hier nun bald auch nur noch Pocken. (Oder die sind in Süddeutschland verbreiteter?) Inzwischen habe ich mir auch schon überlegt, wie das Kunstleder wohl nach einigem Gebrauch aussieht. Geht das noch? Fühlte sich ja täuschend echt wie Leder an, aber wenn dann die Ecken so abstoßen… Patina hat das wohl nicht.

    • Ach, das ist schon robust, das Kunstleder. Also bisher sieht das noch sehr ordentlich und nicht abgestossen aus (ist meine geräumigere Zweittasche, und da geräumig, doch auch häufiger eingesetzt).
      Und irgendwie hat das dann auch Patina, wenn man das so sehen will, als Kind der 70er Kunstlederwelt. Wart’s ab, du wirst bald nur noch diesen Taschen begegnen.
      Ja, hier im Süden kennen sowieso nur wenige Leute Frühstück bei Stefanie, allerdings ist mir umgekehrt der Humor hier (weder alemannisch noch rheinländisch, und wirklich alles andere als norddeutsch) auch ziemlich fremd.
      (Eigentlich wird hier sowieso generell wenig gelacht, wenn ich so richtig darüber nachdenke (nur so als Beispiel: hier gab es den Stadtmarketing-Spruch – Stadtmarketing! grusel. – „Viel vor. Viel dahinter.“ Den fand ich zum Beispiel wirklich zum Lachen und fast schon irgendwie tiefgründig ironisch, der war aber ernst gemeint.)

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