Blüten für Regentage

Regentage sind Segenstage für bastelnde Menschen. Guten Gewissens drinbleiben und Sachen probieren! Heute habe ich mir die Finger verbrannt. Ich zeige mal, wie. Es handelt sich um ein „Quick and Easy Project“, also ein Schnell-und-Einfach-Projekt. (Vorschläge für eine bessere Übersetzung?)

Hauptsächlich braucht man Kunstfaserstoff. Bei mir war es (höchstwahrscheinlich) reines Polyester, in ziemlich fester Qualität. Man schneidet drei verschieden große Kreise aus.

Dann hält man den Rand der Kreise gegen eine Kerze. Wenn man Glück hat, rollt sich der Rand ein wenig und versiegelt sich durchs Schmelzen. Wie der Stoff reagiert, hängt von seiner Zusammensetzung ab. Da hilft nur: Probieren, probieren, probieren. Man braucht nicht unbedingt eine Pinzette, aber sie hilft. Vorsicht: Es kann auch mal eine richtige Flamme geben, also aufpassen! Aschenbecher und Kühlpad griffbereit haben. Nix für Kinder.

Die drei hitzegerollten Kreise zusammensetzen.

In der Mitte zusammen mit ein paar Perlen festnähen. Man kann auch mit Filzstift darauf malen oder statt der Perlen Knötchenstich aufsticken.

Staubgefäße schienen mir ebenfalls eine gute Idee. Ich fand Kunststoffschnur, deren Enden ich über die Kerze hielt. So eine frisch geschmolzene Schnur ist allerdings verdammt heiß, so dass das Experiment ein vorzeitiges Ende fand.

Inzwischen habe ich übrigens beide Hände von Kühlpads bedeckt. Nach dem Blütenmachen kam ich auf die Idee, mit unseren Klaräpfeln eine Tarte Tatin zu backen. Naja, Karamell ist viel heißer als geschmolzenes Polyester, das scheint mir sicher. Den Rest des Tages lass ich mich bedienen.

Die Idee für die Blüten kam mir beim Betrachten des Katalogs hier bei Anthropologie.

Das war es dann schon. Schönen Sonntagabend noch! Und bis bald.

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4 Gedanken zu “Blüten für Regentage

  1. Aua! Die Geschichte motiviert nicht gerade zum Nachmachen – das Ergebnis aber schon. Sie sind schön geworden, die Blüten – erinnern mich an Muscheln.
    Gute Besserung :-)

    Melleni

    • Stimmt, wenn ich das heute so lese, animiert es wirklich nicht zum Nachmachen. Dabei macht die Kokelei viel Spaß, man muss nur eben aufpassen. Kochen ist gefährlicher (obwohl die Tarte dann auch wirklich gut geschmeckt hat).

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